Als Zytostatika werden Medikamente bezeichnet, die in der Krebstherapie zur Anwendung kommen. Das sind pflanzliche oder synthetische Stoffe, die die Zellteilung verhindern oder verlangsamen sollen.

Diese Wirkung beschränkt sich nicht nur auf das Tumorgewebe, sondern alle Zellen des Körpers sind davon betroffen. Auswirkungen zeigen sich hauptsächlich bei sich schnell teilenden Zellen, wie den Zellen der Haarwurzeln und den Schleimhautzellen im Mund sowie des Magen-Darm-Traktes. Häufig auftretende Nebenwirkungen sind daher Haarausfall, Entzündungen im Mundbereich, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen.
Nur wenige dieser Medikamente können in Tablettenform eingenommen werden, weshalb zumeist eine Infusionstherapie durchgeführt wird. Diese Infusionen sind nur in speziell dafür eingerichteten Apotheken erhältlich. Solche Apotheken besitzen ein Labor mit einer Sicherheitswerkbank, einem Reinraum sowie Schleusen für Materialien und Personen. So können die Infusionen steril zubereitet werden, das bedeutet, dass keine Bakterien oder Viren in den Infusionsbeutel hineingelangen. Das hierfür ausgebildete Personal trägt zum Eigenschutz und zur Gewährleistung der Sterilität zytostatikaundurchlässige und sterile Schutzkleidung. Dadurch wird sichergestellt, dass die Infusionen unter höchsten hygienischen Bedingungen hergestellt werden.