Verstopfung

Verstopfung kann auch durch die Chemotherapie selbst ausgelöst werden aber auch durch die Begleitmedikation. Aber auch mangelnde Flüssigkeitszufuhr oder Bewegungsmangel kann zu Verstopfung führen. Von einer Verstopfung spricht man, wenn der Stuhl hart und schmerzhaft ist oder nur selten vorkommt (nur jeden 4. Tag).
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Bitte bewegen Sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten so viel es geht, das regt die Darmtätigkeit an. Auch hier sollten Sie Ihren Arzt informieren, er wird Ihnen ein Abführmittel verordnen, das zu Ihren Medikamenten passt. Es gibt auch hier pflanzliche und homöopatische Mittel, die Linderung bringen können. Bei leichteren Formen von Verstopfung kann man natürliche Quellstoffe wie Leinsamen
(50 – 100 g pro Tag), Weizenkleie (10 g pro Tag) oder Indischer Flohsamen (z. B. in den Fertigpräparaten Flosa®, Metamucil®) zu sich nehmen. Die Quellstoffe entfalten ihre Wirkung am besten, wenn sie mit sehr viel Flüssigkeit eingenommen werden.

Eine weitere natürliche Verdauungshilfe ist der Milchzucker, der am besten in flüssiger Form (Lactulose®) zugeführt werden sollte, da gegen das Pulver nach der Operation oder Chemotherapie häufig Unverträglichkeiten bestehen. Die empfohlene Dosis beträgt bei Erwachsenen anfangs drei mal täglich fünf Milliliter, bei guter Verträglichkeit kann dies auf zehn Milliliter gesteigert werden.

Da die Ursache der Verstopfung meist in der beispielsweise durch Eingriffe wie Operationen, Bestrahlungen und antibiotischer Behandlung gestörten Darmkeimflora liegt, ist es sinnvoll, etwas für deren Wiederaufbau zu tun. Dafür eignen sich die gleichen Arzneimittel (also z. B. Perenterol®, Omniflora®, Symbioflor® oder Mutaflor®), wie sie auch beim Durchfall Verwendung finden.

Falls die Verstopfung durch stark schmerzstillende Arzneimittel, wie z. B. Betäubungsmittel ausgelöst werden, so benötigt man motilitätsbeeinflussende, d. h. die Darmtätigkeit anregende Arzneien. Wirkstoffe, die hierbei angewendet werden, sind beispielsweise Bisacodyl oder Macrogole. Falls Sie hierzu eine Beratung wünschen, so erhalten Sie diese gerne persönlich und auf ihre individuelle Situation zugeschnitten in unserer Apotheke.


Verstopfung (gilt nicht für Verstopfung, die auf Medikamente wie Morphin zurückzuführen ist):

  • Verschaffen Sie sich möglichst viel Bewegung
  • Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • Essen Sie regelmäßig ballaststoffreiche Kost
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