Die Diagnose Krebs – was tun? Die Diagnose Krebs ist immer ein Schock. Es ist nun sehr wichtig, dass Sie sich über Ihre Erkrankung informieren, immerhin geht es um Sie! Hier wollen wir Ihnen einige Ansätze zeigen, wie Sie selbst bei Ihrer Therapie aktiv mitwirken können.
Krebs steht in unserer Gesellschaft noch für Leiden, Siechtum und qualvollen Tod. Dabei wird oft vergessen, dass andere Erkrankungen durchaus häufiger zum Tode führen und oft qualvoller sind (z.B. Schlaganfall, Herzinfarkt, Autoimmunerkrankungen). Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich in den letzten 10 -15 Jahren durch neue Arzneimittel und Therapieformen deutlich verbessert, und dies besonders im Hinblick auf die Lebensqualität. Durch neue, sehr zielgerichtete Behandlungsansätze hat sich die Wirksamkeit verbessert und gleichzeitig haben sich die Nebenwirkungen verringert. So ist auch Krebs zu einer Erkrankung geworden mit der sich leben lässt.
Es ist sehr wichtig, dass Sie sich über Ihre Erkrankung informieren, immerhin geht es um Sie! Besteht die Möglichkeit einer heilenden (curativen) Behandlung, oder ist das Ziel, mit der Erkrankung so lange wie möglich ohne Einschränkungen zu leben (palliative Behandlung)? Legen Sie für sich selbst, unter Beachtung des realistisch Möglichen, fest, um was es Ihnen vorrangig geht. Heilung? Lebensverlängerung? Gute Lebensqualität? Mobilität? Besprechen Sie neben den verschiedenen Therapiemöglichkeiten auch diese Punkte mit Ihrem Arzt. Suchen Sie sich einen oder mehrere Therapeuten denen Sie vertrauen und mit deren Behandlungen Sie zufrieden sind. Nehmen Sie Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe auf und unterhalten Sie sich mit anderen Betroffenen, es tut gut zu sehen, dass man nicht alleine mit dieser Erkrankung ist. Treffen Sie dann die Entscheidung, wie Sie behandelt werden wollen. Jeder Mensch unterscheidet sich in seinem Denken, Handeln und Empfinden von anderen, finden Sie daher heraus, was für Sie der richtige Weg ist. Trauen Sie sich, eine zweite oder dritte Meinung einzuholen. Lassen Sie sich nicht „nur“ behandeln, wirken Sie selbst aktiv bei Ihrem Heilungsprozess mit. Achten Sie auf Ihren Ernährungszustand und Ihre körperliche Fitness. Es ist für den Verlauf der Erkrankung und das Wohlbefinden förderlich, sein bisheriges Leben zu überdenken und eventuell „alte Pfade“ zu verlassen, andere Schwerpunkte zu setzen und sein weiteres Leben neu auszurichten. Scheuen Sie sich nicht, bei Bedarf einen Psychologen aufzusuchen, geistlichen Beistand zu suchen oder Hilfe von Freunden anzunehmen. Seien Sie auch wachsam: Therapien, die keine Wirkung zeigen oder deren Nebenwirkungen Sie nicht tolerieren können oder wollen, sollten Sie nicht weiterverfolgen. Besprechen Sie das mit Ihrem Arzt und legen Sie ggf. zusammen einen neuen Therapieplan fest.
Hier wollen wir Ihnen einige Ansätze zeigen, wie Sie selbst bei Ihrer Therapie aktiv mitwirken können. Selbstverständlich reicht der Platz hier nicht aus, um alle denkbaren Möglichkeiten abzuhandeln aber wir sind gerne auch persönlich für Sie da. Schreiben Sie uns Ihre Fragen, Anregungen Heilungs- oder Erfahrungsberichte unter: beratung@i-punktapotheke.de.