Juckreiz ist nicht nur unangenehm, sondern vor allem durch seine Folgen
sehr ernst zu nehmen. Durch Juckreiz kommt man in Versuchung, sich zu
kratzen und das kann zu Hautwunden und Infektionen führen. Weitere
Folgen können Unruhe und Beklemmungen sein.
Bei Tumorkranken kommt häufig zum Juckreiz eine trockene Haut
hinzu, die durch die Krankheit selbst oder durch Giftstoffe im Blut,
Allergien oder als Nebenwirkungen von Medikamenten, Strahlen- oder
Chemotherapie ausgelöst wird. Informieren Sie also unbedingt Ihren Arzt
über länger anhaltenden oder starken Juckreiz.
Befolgen Sie die Ratschläge zur trockenen Haut und versuchen Sie es
zusätzlich mit Folgendem: Versuchen Sie, anstelle von Kratzen den
Juckreiz durch leichtes Reiben, Pressen oder Massieren zu lindern.
Tragen Sie lose, bequeme Kleidung aus weichem, kühlem Material.
Schneiden Sie Ihre Nägel kurz und halten Sie sie äußerst sauber.
Auch aus der Natur können Sie Hilfe holen: Bei
leichteren Entzündungen der Haut hat sich die homöopathische Salbe
Halicar® bewährt. Sie enthält als Wirkstoff eine Urtinktur aus der
Pflanze Cardiospermum halicacabum, die Ballonrebe, eine in den Tropen
beheimatete Schlingpflanze, die zur Familie der Seifenbaumgewächse
gehört. Der Name Cardiospermum (Herzsamen) kommt von den erbsengroßen,
schwarz-braunen Samen, die einen typischen, herzförmigen weißen Fleck
aufweisen. Die Pflanze kann eine cortisonfreie Alternative bei
entzündlichen und juckenden Hauterkrankungen sein. Sie wird außerdem bei
Rötungen und Schwellungen der Haut angewandt und auch damit verbundene
Hautverdickungen und ekzemartige Schuppungen bilden sich im Laufe der
Zeit zurück.
Bei starken Entzündungen der Haut, Hauteiterungen oder Fieber sowie bei
anhaltenden, unklaren oder neu auftretenden Beschwerden sollte jedoch
immer medizinischer Rat eingeholt werden.
Zur Hautreinigung können Sie medizinische Duschöle oder Waschlotionen
verwenden, die sich im leicht sauren Bereich befinden, damit der
natürliche Säureschutzmantel der Haut nicht angegriffen wird.
Entsprechende Präparate finden Sie bei uns in der Apotheke. Bei
gereizter, trockener und irritierter Haut ist es ratsam, sich nach
gleichzeitig rückfettenden Präparaten umzusehen und nach der Reinigung
eine beruhigende, reizlindernde Pflege aufzutragen. Hier gibt es
inzwischen sehr gute, moderne Pflege- und Reinigungsprodukte mit
beruhigendem Thermalwasser, z. B. von der Firma Avène, und Präparate mit
dem entzündungshemmenden Johanniskrautextrakt (Bedan®).
Bei Hautbeschwerden bewährt haben sich auch Bäder mit Salz aus dem Totem
Meer, dem eine heilkräftige Wirkung bei Juckreiz, Rötungen,
Schuppungen, Entzündungen und Ausschlägen zugeschrieben wird.
Die Ursache für den auftretenden Juckreiz kann eine verstärkte
Säurebelastung des Organismus sein. Einen Hinweis darauf erhalten Sie
durch ph-Wert-Messungen des Urins mit Hilfe von Urin-ph-Teststreifen.
Vor dem Frühstück und ab 19.00 Uhr sollten die Werte im sauren, tagsüber
aber im basischen Bereich liegen, d. h. die Werte sollten während des
Tages höher als der ph-Wert von 7 sein. Dies können Sie überprüfen,
indem Sie mehrmals täglich messen. Ein ausgeglichener
Säure-Basen-Haushalt ist nämlich die Basis für Ihre Gesundheit und
notwendig dafür, dass alle wichtigen Stoffwechselfunktionen in Ihrem
Körper optimal ablaufen können.
Um entstehende Säuren zu neutralisieren, bildet der Körper in erster
Linie basische Bicarbonate. Sie sind die natürliche, körpereigene
Hautpuffersubstanz und können direkt Säuren abfangen und schnell
unschädlich machen. Bei hoher Säurebelastung, z. B. durch einseitige
Ernährung, Gewichtsabnahme oder Bewegungsmangel kann die Menge an
körpereigenen Bicarbonaten nicht immer zur optimalen Förderung der
Gesundheit ausreichen. Basenhaltige Präparate zum Einnehmen wie z. B.
die Basentabs ph-balance Pascoe® und das Basenpulver ph-balance Pascoe®
liefern Bicarbonate in gut verträglicher Form und können Ihnen dadurch
helfen, unerwünschte Säuren schnell und professionell zu neutralisieren.