Gewichtsabnahme:
Manchmal treten als Nebenerscheinung bei Chemo - oder
Strahlentherapie Beschwerden auf, die den Appetit und die
Nahrungsaufnahme störend beeinflussen. Hier kommt es oft zur
Abmagerung, zur Kachexie. Für den Krebspatienten ist es aber
besonders wichtig, auf eine bedarfsdeckende Nährstoffzufuhr zu
achten und eine Mangelernährung zu vermeiden, um den Heilungserfolg
zu unterstützen.
Der Gewichtsverlust kann eine Reihe von Gründen
haben:
Tumore können Stoffe freisetzen, die zu Appetitverlust und
einem beschleunigtem Stoffwechsel führen. Der dadurch erhöhte
Kalorienbedarf kann oft nicht mit der Ernährung gedeckt werden.
Darum kommt es dann zu Gewichtsverlust und zum Muskelabbau.
Bei einem Mangel an Nähr – und Wirkstoffen steigt das
Infektionsrisiko und die Heilungsaussichten und das Wohlbefinden
verschlechtern sich.
Von einer bedeutenden Gewichtsabnahme spricht man, wenn man
in den letzen 3 Monaten 5% seines Körpergewichtes verloren hat oder
wenn man in den letzten 6 Monaten 10% seines Gewichtes verloren
hat
Beispiel:
Ihr Standardgewicht (also das, was Sie in der Regel gewogen haben) betrug 80kg. Wenn Sie also in den letzten 3 Monaten unbeabsichtigt 4kg (=5% von 80kg) verloren haben, sollten Sie das ernst nehmen. Auch wenn Sie in den letzten 6 Monaten 8 kg (=10% von 80kg) verloren haben, ist das ein Anlass über die Gründe und Gegenmaßnahmen nachzudenken.
Ziel ist es eine Mangelernährung zu verhindern!
Es empfiehlt sich zum Ausgleich des erhöhten Kalorien- und
Nährstoffbedarfs die Zufuhr einer hochkalorischen, eiweißreichen
Krebs und Ernährung, die
spezielle Nährstoffe enthält. Um dem Muskelabbau entgegenzuwirken,
sollten Sie sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten bewegen. Denn nur
ein benutzter Muskel bleibt erhalten.