Auch Durchfall kann eine Nebenwirkung der Chemotherapie sein. Tritt ein wässriger, dünner Stuhl mehr als dreimal am Tag auf, spricht man von Durchfall. Bitte informieren Sie Ihren Arzt über diese Gegebenheit, er wird ihnen entsprechende Medikamente verordnen. Auch hier ist es wichtig, den Wasser- und Mineralstoffverlust in Grenzen zu halten. Tipps zur Ernährung finden Sie hier. Einige pflanzliche oder homöopathische Mittel können auch versucht werden: Heilerde hat die Eigenschaft, den Stuhl zu binden. Sie kann als Kapsel oder als Pulver eingenommen werden und eignet sich zur unterstützenden Behandlung von Durchfall, Blähungen oder üblem Stuhlgeruch. Vom Pulver nimmt man bis zu drei Mal täglich einen Teelöffel ein, aufgerührt in einem Glas Wasser. Sollte die Heilerde zur Verstopfung führen, reduziert man die Menge entsprechend. Es eignen sich auch Präparate, die Trockenhefe oder natürliche Darmbakterien enthalten, wie z. B. Perenterol®, Omniflora®, Symbioflor® oder Mutaflor®, die die körpereigene Darmflora wieder aufbauen. Sobald die Darmschleimhaut wieder intakt ist, lässt der Durchfall nach.
Beispiel: Ein Patient, 69 Jahre hat einen
Dickdarmtumor, welches im befallenen Abschnitt operiert wurde. Im
Anschluss daran erhielt er eine Chemotherapie. Nach der Infusion begann
ein Durchfall, der mit starker Müdigkeit einherging. Der Patient
wirkte sehr geschwächt und die geringste Anstrengung erschöpfte ihn
stark. Im Darm und am Schließmuskel hatte er das Gefühl von stark
brennenden Schmerzen, die durch das Auflegen einer Wärmflasche
gebessert wurden. Sein Stuhlgang war wässrig-grün, brennend und roch
unangenehm. Gleichzeitig litt er an unstillbarem Durst. Obst vertrug er
überhaupt nicht mehr und reagierte sofort mit Durchfall. Sein Gesicht
war aufgrund der Austrocknung eingefallen, blass und wirkte gelblich.
Die Lippen waren blau, die Mundschleimhaut geschwürig sowie trocken und
heiß. Sein Heilpraktiker verordnete ihm zusätzlich zur
schulmedizinischen Therapie das homöopathische Mittel „Arsenicum
album“. Daraufhin regulierte sich sein Stuhlgang und er kam langsam
wieder zu Kräften.
Auch für die Haut am After können Sie sorgen indem Sie diesen
Bereich nach jedem Stuhlgang mit warmen Wasser säubern und dann mit
einer wasserabweisenden und heilungsfördernden Salbe (z.B
Mirfulan®Salbe) eincremen um ihn vor dem meist scharfen Ausscheidungen
zu schützen. Wenn sich der Darmausgang doch mal gerötet hat bringen
auch lauwarme Sitzbäder mit Kamille Erleichterung.
Bei Durchfall, Blähungen und / oder Völlegefühl
Trinken Sie keinen Kaffee oder kohlensäurehaltige Getränke, verzichten Sie auf Obst und Gemüse (Rohkost) Vollkornprodukte, Nüsse, Milchprodukte und fette, gebratene Speisen.